Schwarzschwanz-Präriehund

(Cynomys ludovicianus)

 

 

Haltungen:                         Deutschland: 55  (Liste bei Zootierliste)                                                    

                                            Restliches Europa: 106

Vorkommen:                      Nordamerika

Kopf-Rumpf-Länge:          36 - 41 cm

Schwanzlänge:                  8 cm

Gewicht:                             0,5 - 1-5 kg

Gefährdungsstatus:           nicht gefährdet

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Präriehund
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Weitere Infos:

Entgegen seinem Namen ist der Schwarzschwanzpräriehund keiner unserer altbekannten Alltagsbegleiter sondern ein Nagetier. Seinen irreführenden Namen bekam er aufgrund der Warnlaute die er ausstößt, wenn sich ein Feind seiner Kolonie nähert. Der Präriehund lebt in den Weiten des Mittleren Westens Nordamerikas. Hier legen die Tiere ein unterirdisches Gangsystem, welches mitunter mehrere Kilometer umfassen kann.

 

Es wurden schon Baue gefunden, welche mehrere tausend Individuen umfassten und einer Kleinstadt unter der Erde entsprachen. Die Tiere graben ihre Baue speziell zur Feindvermeidung.

 

Hauptfeinde der Tiere sind Luchse, Kojoten, Wölfe und Greifvögel. Zur Früherkennung dieser Feinde werden, ähnlich wie bei Erdmännchen, Wächter aufgestellt, die andere Tiere mithilfe ihres markanten Bellens vor Feinden warnen. Entgegen früherer Annahmen handelt es sich bei Präriehunden nicht um soziale Tiere.

 

Die Gemeinschaften sind lediglich Zweckbündnisse, welche dem eigenen Schutz sowie dem der eigenen Jungtiere dienen. Dabei finden in Präriehundbauten noch weitere Untermieter ein. Ein häufiger Gast ist etwa der Kaninchen- oder Kleverkauz. Dabei profitieren allerdings nur die Käuze von diesem Arrangement. Da es in der Prärie kaum Büsche und Bäume gibt erhält der Kauz ein eigenes Nest, in dem er seine Jungen großziehen kann. Dem Präriehund, oder mehr dem Nachwuchs, können die Käuze durchaus gefährlich werden und unbeobachtete Eier werden von den Präriehunden auch gern als Proteinquelle genutzt. Allerdings verläuft das Zusammenleben zumeist friedlich, wenn auch distanziert.

 

Nach einer kurzen Tragzeit bringen weibliche Präriehunde zwei bis sechs Jungtiere zur Welt, um das sich ausschließlich die Mutter kümmert. Andere Jungtiere werden meist attackiert und vertrieben oder sogar getötet. Schwarzschwanz-Präriehunde sind Vegetarier, welche aber auch gern ihren Speiseplan mit kleineren tierischen Proteinen anreichern. Neben den häufig verzehrten Knollen und Wurzeln, die sie beim Graben im Erdreich finden, werden auch Insekten und Eier von bodenbrütenden Vögeln nicht verschmäht. Auch in Privathand hat der Präriehund inzwischen Einzug gehalten.

 

Nur sollte jeder Halter darauf acht geben, dass die Tiere ein sehr großes Grabbedürfnis besitzen, dass sie auch ausleben sollten. Nebenher neigen die Tiere bei zu kalorienhaltiger Ernährung zur Fettleibigkeit. Der Schwarzschwanzpräriehund wird als nicht gefährdet geführt und ist noch häufig anzutreffen. In Zoos werden die Tiere gern mit größeren Nagern oder Großen Huftieren zusammen gehalten. So findet man neben Gemeinschaftsanlagen mit Baumstachlern auch Anlagen, bei  denen sie wie in der Wildnis, sich diese mit Bisons teilen.

Text von Adrian Langer

 

Mehr Informationen zu den Präriehunden findet ihr bei Wikipedia oder im Zootier Lexikon.