Chileflamingo
(Chilenischer Flamingo)

 

 

Haltungen:                         Deutschland: 51 (Liste bei Zootierliste)                                                    

                                            Restliches Europa: 70

Vorkommen:                      Südamrika

Lebensraum:                     Seen, Sümpfe, Lagunen

Gesamtlänge           :         105 cm

Gewicht:                             428 - 693 g

Nahrung:                             Pflanzen

Gefährdungsstatus:           nicht gefährdet

Bilder zeigen Flamingos Allgemein

Flamingo (4)
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Zwergflamingos 2
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Weitere Infos:

Der Chileflamingo ist wie der Name schon sagt ein Bewohner Südamerikas. Im Gegensatz zu den kräftig gefärbten Kubaflamingos  besitzt der Chileflamingo ein eher zart gefärbtes Gefieder. Er erinnert mehr an den auch in Europa vorkommenden Rosaflamingo. In frühen Zeiten der Zoohaltung wunderte man sich, da Flamingos ihre ihre schöne Farbe verloren und weiß wurden. Lange Zeit war nicht bekannt, dass die Tiere die Farbe aus ihrer Nahrung (meist winzigen Krebstieren) ziehen und daraus ihre Federfarbe gewinnen.

 

Diesem Umstand begegneten die Einrichtungen dadurch, dass sie dem Futter der Tiere mit für sie ungefährlichen Farbträgern (etwa Paprikapulver) beimischten, damit die Rote Farbe erhalten bleibt. Jeder der eine Kolonie Flamingos schon einmal beobachtet hat weiß, dass diese meist auf einem Bein ruhen, während das andere „eingeklappt“ wird. Was vielen nicht bekannt ist, dass der Flamingo dabei wie eine Ballerina auf seinen Zehenspitzen steht. Der Fuß des Flamingos hat sich nämlich so weit verändert, dass die Ferse auf der Höhe sitzt, auf der sich bei uns das Knie befindet. Wie alle Flamingos besitzt auch der Chileflamingo einen gekrümmten Schnabel, mit dem er seine Nahrung aus dem Wasser filtern kann.

 

Im Schnabel des Flamingos befinden sich kleine „Fächer“, durch die das Wasser gepresst wird und an denen Klein- und Kleinstlebewesen hängen bleiben und anschließend verschluckt werden können. Aufgrund dieser Ernährungsweise ist es den Flamingos möglich in für Tiere eher lebensfeindlichen Umgebungen zu überleben. So suchen Flamingos verstärkt Salzseen auf, in denen der Salzgehalt so hoch ist, dass „normale Tiere“ sich dort die Füße verätzen würden.

 

Damit das den Flamingos nicht passiert haben sie eine extradicke Hautschicht entwickelt, welche sie vor etwaigen Verätzungen schützt. Während der Brutzeit bilden sich monogam zusammenlebende Paare, die aus Schlamm ei Nest bauen, auf das ein Ei gelegt wird. Nach 27-31 Tagen schlüpft ein einzelnes Jungtier, dass von beiden Eltern versorgt wird, bis es allein in der Lage ist Nahrung zu suchen. Während der Abwesenheit der Eltern bilden sich in den Kolonien große „Schulen“, in denen die Tiere kein Wissen erlangen, sondern hier von einzelnen Altvögeln begleitet werden, bis die Eltern von der Nahrungssuche zurückkehren. Der Chileflamingo wird als Gering gefährdet geführt. Besonders bedrohlich ist für die Tiere die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums und der Guano Abbau zur Düngergewinnung. Daher ist es umso wichtiger, dass die Tiere in Zoos nachgezogen werden, um für den Notfall eine Back-Up Population zu besitzen.

Text von Adrian Langer

 

Mehr Informationen zu den Chileflamingos findet ihr bei Wikipedia oder im Zootier Lexikon.