Adventskalender 2022 - Tiger

Tiger

 

Anzahl Unterarten: 09

Vorkommen: Asien

Lebensraum: Wälder unterschiedlichster Art, trockenes und feuchtes Grasland, Mangrovengebiete; vom Tiefland bis in 4000 m ü.NN

Kopf-Rumpf-Länge: 146 - 290 cm

Schwanzlänge: 72 - 109 cm

Gewicht: 75 - 325 kg

Nahrung: Kleinsäuger, Primaten, Huftiere bis Elefantengröße, Reptilien (auch Krokodile), Fische und Vögel

Gefährdungsstatus: EN (stark gefährdet)

Text: Sassi Blocksberg

Wenn jemand das Wort „Tiger“ sagt, muss ich immer an eine einmalige Zoo-Werbung denken. Auf dem Plakat war ein Papa abgebildet, der seinen Kindern bei dem Anblick eines Tigers sagte „schaut mal, ein Löwe“ – und in rot „zeit für einen Zoobesuch“… Ich habe gelacht und es als gute Werbung abgetan. Das es wirklich Menschen gibt, die Löwen und Tiger verwechseln, hätte ich nie gedacht… Schwarze Streifen gegen Mähne, Rudeltiere gegen Einzelgänger, Asien gegen Afrika… Den Unterschied im Wesen durfte ich dann in Afrika auf einer Auffangstation erleben; dort hatte ich das Glück, mit den Jungtieren beider Rassen zu interagieren. Und während die Löwenjungen verspielt und kuschelig waren (bis es um das Essen ging) und schnell die Nähe gesucht haben, waren die Tigerjungen auf Beute aus… Beim Spielen mit den wenigen Wochen alten Tierchen, kommen alle meine Kratzer von den Tigern (und auch alle Risse in meiner Kleidung )…

 

Das bei vielen Menschen der Tiger nicht nur mit positiven Gedanken verbunden ist, lässt sich wahrscheinlich nicht auf das oben beschriebene Wesen zurückführen. Und wahrscheinlich ist das auch weniger mit der Tatsache verbunden, dass sibirische Tiger mit bis zu 3,1 Meter die größten Katzen der Welt sind mit einem Gewicht von 100 – 258 Kilogramm – sondern eher mit dem Dschungelbuch, in welchem Shir Khan der Feind des geliebten Hauptdarstellers Mogli ist…

 

Da Tiger als erfolgreiche Raubkatzen große Huftiere wie Hirsche und Wildschweine, Vögel und Reptilien fangen und fressen, könnte der Gedanke aber auch aus Angst entstanden sein. Dabei sind diese eleganten Kraftpakete ein Wunder der Natur.

 

In freier Wildbahn waren sie in Asien einst weit verbreitet, haben jedoch 93 Prozent ihres einstigen Lebensraumes verloren. Heute gelten Tiger als stark gefährdet und leben größtenteils in isolierten Schutzgebieten in über 13 Länder verstreut… 2009 konnten weltweit nur noch 3.200 der majestätischen Großkatzen gezählt werden. Seitdem steigt die Zahlt der freilebenden Tiger zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder an – dies ist insbesondere dem erfolgreichen Tigerschutz in Nepal, Indien und Russland zu verdanken.

 

Übrigens zeigt auch die chinesische Astrologie, dass der Tiger nur für positive Dinge steht: Mut, Durchsetzungskraft und Optimismus. Am 1. Februar 2022 ist nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Tigers gestartet. Insgesamt gab es 9 Unterarten des Tigers. Die einzelnen Unterarten unterscheiden sich in ihrer Größe und ihrer Fellfärbung: Sibirischer Tiger, Südchinesischer Tiger, Indochinesischer Tiger, Malaiischer Tiger, Sumatratiger, Bengaltiger, von denen drei bereits ausgestorben sind (Javatiger, Balitiger, Kaspischer Tiger).

 

Neuste Erkenntnisse sagen allerdings aus, dass es eigentlich nur zwei Unterarten gibt: einen indonesischen Inseltiger und einen Festlandtiger. Tiger bewohnen unterschiedliche Lebensräume wie tropische und subtropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder boreale Wälder. Erkennen kann man Tiger an dem gelbbraunen Fell mit den charakteristischen schwarzen Streifen. Dabei ist jedes Streifenmuster so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Die Tiere sind Einzelgängen mit Territorien zwischen 20 km² und 450 km², die einzige Ausnahme sind die Weibchen mit ihren Jungen.

Quelle: zootierliste