Venezolanischer Roter Brüllaffe

Alouatta seniculus seniculus

 

 

Haltungen:                         Deutschland: 2 (Berlin Tierpark, Köln Zoo)                                                                                        Restliches Europa: 6

Vorkommen:                      Kolumbien, Venezuela, Brasilien (Teile des Amazonas)                                                                  Ecuador, Peru

Lebensraum:                     tropischer Regenwald, subtropischer Regenwald, Trockenwald

Kopf-Rumpf-Länge:          46 - 57 cm

Schwanzlänge:                  ca 65 cm

Gewicht:                             4,5 – 7,6 kg

Nahrung:                             Blätter, Blüten, Früchte

Gefährdungsstatus:           nicht gefährdet

Weitere Infos:

 

Rote Brüllaffen sind stämmige Primaten mit langen, kräftigen Gliedmaßen und einem langen Schwanz. Dieser ist als Greifschwanz ausgebildet, besitzt also eine unbehaarte Stelle zum besseren Halt. Die Männchen werden etwas größer und schwerer als die Weibchen. In der Färbung (rot bis orangefarben) unterscheiden sich die Geschlechter nicht. Das Gesicht ist unbehaart und schwarz, der modebewusste Brüllaffe trägt einen Kinnbart.

Die tagaktiven Waldbewohner leben in Gruppen zusammen. Die Größe der Gruppen variiert je nach Lebensraum, beträgt aber meist sechs bis zehn Tiere. Das namensgebende Gebrüll erklingt meist am frühen Morgen und soll gruppenfremde Tieren die eigene Anwesenheit mitteilen.

 

Die Fortpflanzung kann das ganze Jahr über stattfinden. Nach einer etwa 190-tägigen Tragzeit bringt das Weibchen meist nur ein einziges Jungtier zur Welt. Bei Roten Brüllaffen kommt es häufig zum Kindsmord, insbesondere wenn ein neues Männchen in die Gruppe kommt.

Die Jungtiere werden etwa ein Jahr gesäugt. Ab der Geschlechtsreife verlassen sie ihre Gruppe. Bis zur ersten Fortpflanzung vergehen mindestens fünf Jahre.

In Gefangenschaft können Rote Brüllaffen über 20 Jahre alt werden.

Trotz einer mancherorts noch stattfindenden Jagd und der Zerstörung ihres Lebensraums ist die Art zum jetzigen Zeitpunkt nicht bedroht.