Ceylon-Hutaffe

Macaca sinica

 

 

Haltungen:                         Deutschland: 2 (Berlin Zoo, Tier u. Freizeitpark Thüle)                                                                    Restliches Europa: 1

Vorkommen:                      südliches Asien

Lebensraum:                     Regenwälder, Gebirgswälder (bis in 2200 m Höhe), Kulturland

Kopf-Rumpf-Länge:          40 - 53 cm

Schwanzlänge:                  46 - 62 cm

Gewicht:                              2,3 – 8,4 kg

Nahrung:                             Früchte, Sämereien, Insekten, Gräser

Gefährdungsstatus:           stark gefährdet

Weitere Infos:

 

Der Ceylon-Hutaffe ist der kleinste Vertreter der Gattung der Makaken. Er besitzt ein kurzes Fell, welches an der Oberseite graunbraun und an der Unterseite weißlich ist. Das Gesicht ist unbehaart und braun. Der gescheitelte Haarschopf verleiht ihm ein besonderes Aussehen. Der Schwanz kann sogar länger sein als der Körper.

 

Die Affen sind tagaktive Waldbewohner, die sowohl Regenwälder als auch Gebirgswälder bis zu einer Höhe von 2200 m bewohnen. Sie verbringen einen Teil des Tages auf dem Boden, kehren zum Schlafen jedoch meist auf die Bäume zurück.

 

Ceylon-Hutaffen sind territorial, und leben in Gruppen von 30 oder 40 Tieren zusammen. Hierbei gibt es etwa doppelt soviele Weibchen, welche lebenslang in ihrer Geburtsgruppe bleiben. Die Männchen hingegen müssen mit der Geschlechtsreife die Gruppe verlassen. Manchmal bilden sie mit anderen reine Männergruppen.Unter den Männchen einer Gruppe herrscht eine strenge Hierarchie, die sich in der gegenseitigen Fellpflege und der Reihenfolge der Nahrungsaufnahme abbildet.

Jedes Tier paart sich mit mehreren Geschlechtspartnern. Die sogenannte „Regelschwellung“ bei den Weibchen, also das Anzeichen der Empfängnisbereitschaft durch ein geschwollenes Gesäß gibt es bei Hutaffen im Gegensatz zu anderen Makakenarten nicht. Nach etwa 170 Tagen wird ein Junges geboren, deren Aufzucht Aufgabe des Weibchens ist. Mit einem Jahr werden die Jungtiere dann entwöhnt und ab etwa drei bis sechs Jahren sind sie selber geschlechtsreif. Die Lebenserwartung in Freiheit beträgt rund 20 Jahre.

 

Ceylon-Hutaffen ernähren sich überwiegend von Früchten, Samen, Gräsern und Insekten. Die Tiere profitieren auch von Plantagen und Feldern der Menschen. Eine große Gefahr droht durch die Waldrodung und einen Verlust des Lebensraumes. Der Ceylon-Hutaffe wird von der IUCN als gefährdet eingestuft.