Sichuan-Takin

Budorcas taxicolor tibetana

 

 

Haltungen:                         Deutschland: 2 (Berlin Tierpark und Zoo)                                                                                          Restliches Europa: 9

Vorkommen:                      westliches China, Provinz Sichuan

Lebensraum:                     Gebirgsregionen, Höhenlagen bis 4000 m

Kopf-Rumpf-Länge:          170 - 220 cm

Schwanzlänge:                  15 - 20 cm

Gewicht:                              250 - 350 kg

Nahrung:                             Blätter, Rinde, Gräser, Kräuter, Knospen

Gefährdungsstatus:           gefährdet

Weitere Infos:

 

Die Takine (Budorcas) sind eine in Asien lebende Säugetiergattung. Verwandt sind sie trotz ihrer rinderähnlichen Gestalt mit den Ziegen.

 

Sie sind stämmig, relativ kurzbeinig und werden bis zu 140 cm Schulterhöhe groß. Beide Geschlechter tragen einen Kinnbart und recht massive Hörner, die ein wenig an Gnus erinnern. Das Fell der Sichuan Takins ist rötlich-gelb, über den Rücken läuft ein dunkler Aalstrich. Andere Unterarten weisen andere Farben auf, der Goldtakin besitzt, wie der Name schon sagt, goldschimmerndes Fell. Das Winterfell des Sichuan Takins ist deutlich dunkler als im Sommer und zeigt schwarze Tönungen.

 

Takine bevorzugen im Sommer höhere Regionen bis zu 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Im Winter wandern sie in Täler in etwa 1000 Meter Höhe ab. Sie leben in felsigen Gegenden mit Grasland aber auch Nadelwäldern.

 

Die Tiere mögen es eher kühl und passen ihre Nahrungssuche dem Wetter an. Vor allem der frühe Morgen oder der späte Nachmittag bietet sich dafür an. Im Sommer fressen sie bevorzugt Blätter, im Winter müssen sie auf Zweige oder Baumnadeln zurück greifen.

 

Im Sommer bilden Takine große Herden mit bis zu 300 Tieren. Die älteren Böcke bleiben bis auf die Paarungszeit einzelgängerisch. Zum Winter löst sich die Herde in kleinere Verbände von bis zu 20 Tieren auf.

Die Weibchen bringen nach ca. acht Monaten ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses wird schnell eigenständig, bis zur Geschlechtsreife dauert es zweieinhalb Jahre.

 

Die IUCN listet Takine als gefährdet. Dafür verantwortlich ist vor allem die Zerstörung des Lebensraum und die Jagd.

In Berlin werden drei verschiedene Unterarten der Takine gezüchtet. Der hier vorgestellte Sichuan Takin, der Gold- und der Mishmi Takin.