Zoo Heidelberg - 15.09.2020

 

Zweite Woche der Zootour 2020, zweiter Tag: Wir besuchen den Zoo in Heidelberg.

Erster Eindruck

Nachdem wir mit einem kleinen Umweg am Zoo angekommen und noch bevor wir ins Zooparkhaus gefahren sind, konnten wir durch eine große Glasscheibe einen ersten Blick in den Zoo werfen und in das Gehege der Bären schauen. Dieses Bärenfenster macht Lust auf mehr und weckt Vorfreude auf den bevorstehenden Zoobesuch.

Das erste Schmunzeln entlockte uns ein lebensgroßer Plüsch-Orang-Utan, der an einer der Kassen im relativ neuen Eingangsbereich saß – natürlich mit Mundschutz.

 

Ausschilderung

Ausschilderung zum Zoo

Schon frühzeitig wird mit Schildern auf de Zoo hingewiesen. Da der Zoo im Bereich vieler Kliniken liegt, die ebenfalls und vor allem auf die gleiche Weise ausgeschildert sind, ist es gut eine*n Beifahrer*in zu haben, der/die den Überblick behält.

Ausschilderung im Zoo

Die Wege im Zoo sind gut ausgeschildert. Es gibt Wegweiser mit Piktogrammen, so dass auch Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse, Kinder etc. sich leicht orientieren können. Der kostenlose Zooplan hilft bei der Orientierung.

Ausschilderung an den Gehegen

Die Ausschilderung an den Gehegen ist informativ. Die Texte sind Deutsch und Englisch.

Zoopädagogische Zusatzinformationen für Kinder sind uns nicht aufgefallen. Es gab jedoch ein Gewinnspiel „Fährten-Pass“, bei dem Kinder die Bilder von 8 Fuß-/Pfotenabdrücken den dazugehörigen Tieren zuordnen konnten. Die entsprechenden Abdrücke waren an den jeweiligen Gehegen angebracht.

Preise

Der Eintritt für Erwachsene in der Hauptsaison beträgt 12,80€.

Für das Parken im Parkhaus haben wir als Zoobesuchende 3,40€ bezahlt.

Außerdem gibt es ein Kombiticket für die Zoos in Heidelberg, Landau und Karlsruhe. Es kostet 20,50€ und ist bei allen drei Zoos zu erwerben. Nach dem der ersten Nutzung im ersten Zoo ist es 12 Monate gültig.

Rundweg

Ein Rundweg erschließt sich aus dem Aufbau des Zoos nicht von selbst, aber er ist ausgeschildert. Da wir mit einer Einheimischen den Zoo besucht haben, haben wir ihn allerdings nicht benutzt.

Auf Grund der aktuellen Situation gab es an einigen Stellen eine Einbahnstraße-Regelung, die völlig unproblematisch war.

Gehege und Häuser

Wie viele andere Zoos und Tierparks ist auch der Zoo Heidelberg im Umbruch und passt die Gebäude und Gehege den neusten Erkenntnissen, Standards und Vorgaben an.

So sind zum Beispiel die Anlage der Braunbären und Korsakenfüchse, das Außengehe der Lemuren und die Löwenanlage erweitert bzw. neu gestaltet worden. Auch das Elefantenhaus und das Außengehege der Waschbären sind relativ neu.

Auf Grund der aktuellen Situation waren die Tierhäuser geschlossen.

Rastmöglichkeiten

Rastmöglichkeiten sind in ausreichender Anzahl vorhanden. An vielen Gehegen gibt es die Möglichkeit auf Bänken zu verweilen und die Tiere zu beobachten. Durch den Baumbestand sind auch viele Schattenplätze dabei. Außerdem gibt es an bestimmten Stellen Tische und Bänke für ein gemütliches Picknick.

Spielmöglichkeiten

Neben dem großen Spielplatz „Arche“ im Gastronomiebereich gibt es weiteren kleine Spielplätze an verschiedenen Stellen im Park. Die Streichelwiese befindet sich gerade im Um- bzw. Neubau.

Verpflegung

Rund um den Ausgang beim großen Spielplatz „Arche“ gibt es ein Café und einen Imbisswagen. Die beiden Mitarbeitenden waren sehr freundlich und arbeiten – obwohl sie jeweils in der Mittagszeit alleine waren – erstaunlich zügig.

Im Imbisswagen werden Bratwurst, Curry-Wurst, Hot-Dogs und Pommes zubereitet.

Im Café gibt es die klassischen aufgetauten Muffins, Donuts etc., dazu zwei Sorten Pizza, Wiener-Würstchen und Kartoffelsalat. Viele Getränke sind in Bio-Qualität bzw. fair gehandelt. Kaffee, Tee etc. wird in Pfadbechern ausgegeben. Auch das klassische Eisrepertoire ist um 4 Sorten Bio-Eis erweitert.

Die Curry-Wurst haben wir nach zwei Bissen entsorgt. Die Pommes waren sehr knusprig. Die Bratwurst war okay. Die Eisschokolade (5,20€) war völlig wässerig. Das Bioeis (125ml für gut 4€) hat richtig gut geschmeckt. Insgesamt war es jedoch sowohl in Bezug auf Auswahl als auch Geschmack das schlechtestes Verpflegungsangebot auf unserer Zootour 2020.

Und wir fragen uns: Warum muss es in einem Café-Bereich der aktiv und offensiv mit Bio, Tranfair und Lokal wirbt und sogar ein Pfandsystem für Becher hat, 2020 noch Plastiktrinkhalme und Plastiklöffel geben.

Sauberkeit

Die Sauberkeit des Geländes und der sanitären Einrichtungen war völlig in Ordnung.

Barrierefreiheit

Der Zoo ist barrierefrei und ohne größere Steigungen. Die Wege sind gepflastert, geschottert oder gemulcht. Letzteres ist zum Laufen sehr angenehm und sieht gut aus, könnte evtl. für Rollatoren bzw. Rollstühle etwas anstrengender sein.

Highlight

Das 2019 Fertiggestellte Löwengehege mit der daran angeschlossenen Erdmännchen Anlage ist wirklich gelungen. Man kann dort auf Augenhöhe mit Erdmännchen und Stachelschweinen gehen und gleichzeitig die Löwen beobachten. In vielen Gehegen wurde bewusste Wasser eingesetzt, nicht nur als Trink oder Badequelle für die Tiere sondern auch zur Optischen und Akustischen Bereicherung (kleine Wasserfälle).

Tipps

Es gibt eine Jugendherberge die direkt an den Zoo angrenzt, so das man sogar in manche Gehege sehen kann. Wenn man vor hat in der weiteren Umgebung mehrere Zoos zu besuchen, lohnt sich das Kombi Ticket (Heidelberg/Karlsruhe/Landau). Nicht vergessen das Ticket des Parkhauses an der Kasse abstempeln zu lassen, dann kostet das Parken deutlich weniger.

Fazit

Ein schöner Zoo mit vielen schönen Gehegen bei dem sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt und man viele schöne Stunden verbringen kann. Allerdings sollte man sich lieber selbst etwas zu Essen mitbringen, da die Qualität der dort erhältlichen eher bescheiden ist.

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