Adventskalender 2022 - Gepard

Jaguar

 

Anzahl Unterarten: 05

Vorkommen: Afrika und Naher Osten (Iran)

Lebensraum: Gras- und Buschsteppen, mitunter auch in gebirgigen Lagen; bis 2000 m ü.NN

Kopf-Rumpf-Länge: 121 - 145 cm

Schwanzlänge: 63 - 76 cm

Gewicht: 28 - 65 kg

Nahrung: Säugetiere (Gazellen und kleine Antilopen, Hasen, Kaninchen), Vögel

Gefährdungsstatus: VU (gefährdet)

Text: Gerti Bichel:

 

Der Gepard ist bekannt für seine extreme Schnelligkeit. Er kann in 3 Sekunden auf 90 km /Std. beschleunigen und insgesamt Geschwindigkeiten bis zu 120 km / Std. erreichen. Damit ist er das schnellste Landsäugetier. Zum Vergleich: Der schnellste Mensch erreicht ca. 45 km / Std.

 

Trotz seiner Größe gehört der Gepard nicht zu den Großkatzen, sondern bildet aufgrund anatomischer Besonderheiten eine eigene Unterfamilie. Nächster Verwandter ist der Puma.

 

Sein gesamter hochbeiniger, schlanker Körperbau mit tiefliegendem Brustkorb ist auf Schnelligkeit ausgerichet. So ist er auch trotz seiner Größe ein Leichtgewicht. Seine biegsame Wirbelsäule erlaubt ihm auch sehr weite Sprünge, die 7 bis 8 Meter erreichen können.

Sein Kopf ist im Verhältnis zum Körper klein. Auch sein Gebiss ist klein mit langen Eckzähnen.

Seine Augen sind groß und nach vorne gerichtet, so dass die Position der Beute exakt bestimmt werden kann. Sie sind sehr scharf, so dass der Gepard bis zu 5 km weit sehen kann. Die breite Überschneidung der Sehachsen ermöglicht ihm auch ein hervorragendes räumliches Sehen. Er sieht 6 mal besser als der Mensch.

Das Gehör des Geparden nimmt sehr gut hohe Frequenzen wahr, die für den Menschen unhörbar sind.

Am besten ausgeprägt ist jedoch sein Geruchssinn. Allein das Riechen befähigt den Geparden, sich vollständig zu orientieren. Dabei spielen auch die Tasthaare eine große Rolle, die kleinste Berührungen wahrnehmen, was besonders in Höhlen relevant wird.

 

Das Felle des Geparden ist hellbraun-gelblich mit einem individuellen Fleckenmuster, wobei die Flecken einen Durchmesser von bis zum 5 cm haben können. Die Unterseite des Körpers ist weiß. Charakteristisch sind auch die Tränenstreifen, die von den Augen bis zu den Mundwinkeln reichen.

Die Flecken auf dem Schwanz sind so miteinander verbunden, dass sie Ringe ergeben. Der Schwanz ist mit ca. 70 cm sehr lang und hilft dem Geparden beim Sprint das Gleichgewicht zu halten.

Eine große Besonderheit im Gegensatz zu anderen Katzen sind die Krallen des Geparden, die nicht eingezogen werden können. Daher lautet sein aus dem Griechischen übersetzter Name „unbewegliche Kralle“ . Auch diese kommen ihm beim Sprint entgegen. Sie wirken wie Metallstifte unter Rennschuhen von Läufern.

 

Bei der Jagd pirscht er sich heran und erlegt seine Beute im Sprint, der ca. 20 bis 60 Sekunden dauert und nach max. 500 Metern endet. Seine Atemfrequenz steigt dabei von 60 Atemzügen auf 150 an und seine Körpertemperatur auf über 40 Grad, so dass der Gepard dann langsamer werden muss. Wenn die Jagd erfolgreich war, benötigt der Gepard vor dem Fressen eine ca 15-minütige Erholung. Daher jagd er auch gerne tagsüber, weil dann seine natürlichen Feinde meist ruhen und ihm während seiner Pause nicht seine Beute stehlen können. Wegen der kühleren Temperaturen werden aber auch die frühen Morgen- sowie die späten Abendstunden gerne zur Jagd genutzt. Dabei ist ein Gähnen im Gegensatz zum Menschen und anderen Tieren nicht als Zeichen von Müdigkeit zu deuten sondern als Signal der Jagdbereitschaft.

 

Geparden haben keine bestimmte Paarungszeit, die Paarung findet ganzjährig statt. Paarungsbereitschaft wird signalisiert durch Markierung mit Urin und Kratzspuren an Bäumen. Weibchen paaren sich alle 1,5 bis 3 Jahren, aber nur mit einem Männchen, was ihnen gefällt. Dann zeigt es ihre Bereitschaft durch Rollen auf dem Boden. Bei der Deckung kommt es zu einem spontanen Eisprung.

Nach einer Tragzeit von ca. 90 – 98 Tagen kommen in einem sicheren Versteck wie z. B. einer Höhle oder in einem Gebüsch 2 bis 5 Jungtiere zur Welt. Sie wiegen 200 bis 300 Gramm, sind blind und haben gräuliches Fell. Sie bleiben bis zu 1,5 Jahre bei der Mutter, die die Jungen meist alleine aufzieht. Geschwister bleiben anschl. noch ca. ein halbes Jahr zusammen, bevor Weibchen die Gruppe verlassen, während Brüder einen lebenslangen Verband bilden.

Quelle: zootierliste