Adventskalender 2022 - Goldkatze

Östliche Goldkatze

 

Vorkommen: Sub-Himalaya-Region von Nepal, Indien und Bhutan südwärts bis Malaysia und Sumatra

Lebensraum: trop. und subtropische Wälder, Bergwälder, Mischwälder, Trockenwald, teilw. auch in offeneren Gebieten und Grasland

Kopf-Rumpf-Länge: 75 - 105 cm

Schwanzlänge: 43 - 56 cm

Gewicht: 8 - 15 kg

Nahrung: kleine bis mittelgroße Säugetiere (Affen, junge Schafe, kleine Hirsche, Nagetiere), Vögel, Reptilien

Gefährdungsstatus: NT (potentiell gefährdet)

Text von Gerti Bichel:

Bei den asiatischen Goldkatzen unterscheidet man die östlichen und die westlichen Goldkatzen. Letztere werden in Zoos gar nicht mehr gezeigt, bei den östlichen gibt es aktuell nur noch 3 Haltungen weltweit, z. B. in Wuppertal.

 

Auch in freier Natur werden Goldkatzen nur sehr selten beobachtet, so dass leider nur sehr wenig über sie bekannt ist. Vieles was wir über diese Tiere wissen beruht auf Beobachtungen von Tieren, die in Gefangenschaft gehalten werden.

 

Goldkatzen sind überwiegend während der Dämmerung, aber auch tagsüber aktiv. Sie können sehr gut klettern, bewegen sich aber meist am Boden.

 

Jungtiere werden ganzjährig nach einer Tragzeit von ca. 80 Tagen geboren. Meist besteht der Wurf aus nur einem Jungtier, Mehrlingsgeburten sind nur sehr selten. Ein Jungtier wiegt bei der Geburt ca. 250 g und ist blind.

 

Die Gefährdung der Goldkatze ist hauptsächlich auf die Rodung der Wälder zurückzuführen, aber vermehrt auch auf die Jagd, die vor allem in Laos, Bhutan und Brunei erlaubt ist. Begehrt ist dabei insbesondere ihr Fell. Zunehmend werden aber auch ihre Körperteile als Ersatz für Tigerteile in der chinesischen Medizin verwendet, wo z. B. ihre zermahlen Knochen zur Fiebersenkung dienen sollen. Weiterhin gilt auch ihr Fleisch als besondere Delikatesse.

 

Es gibt auch eine Legende, wonach ein einziges Haar der Goldkatze dem Träger Schutz vor Tiger-Angriffen bietet, bzw. das Verbrennen des Fells die Tiger fernhält von den Dörfern.

Quelle: zootierliste