Adventskalender 2022 - Hauskatze

Hauskatze

 

Vorkommen: Weltweit

Lebensraum: Kulturfolger, Menschennah

Kopf-Rumpf-Länge: - 50 cm

Schwanzlänge: 25 - 30 cm

Gewicht: 2,5 - 8 kg

Nahrung: Säugetiere, Vögel, Insekten, Amphibien und Reptilien

Gefährdungsstatus: LC (nicht gefährdet)

Text: Gerti Bichel

 

Die Hauskatze ist ein auf der ganzen Welt beliebtes Haustier, was sowohl zur Gesellschaft der Menschen als auch zum Fernhalten von Nagetieren als Mausfänger z. B. auf Bauernhöfen oder in Zoos gehalten wird. Ihre Domestikation begann bereits vor 9500 Jahren im alten Ägypten. Bereits dort haben die Menschen ihre Vorzüge als Mäusefänger in Haus und Kornspeicher entdeckt. Urmutter der heutigen Hauskatze war die Falbkatze aber auch die Rohrkatze, die den Ägyptern als Jagdbegleiter diente. Sie wurde abgerichtet, um Beute aus dichtem Gebüsch aufzuspüren. Dementsprechend wurde die Katze geschätzt und verehrt. Nach dem Tod wurden Katzen einbalsamiert und als Mumien bestattet. Aufgrund des Katzenkultes gab es sogar eine Katzengöttin namens Bastet. Sie wurde als Schutzgöttin gegen das Böse und die Dunkelheit verehrt.  Die Tötung einer Katze im alten Ägypten hatte die Todesstrafe zur Folge. Dieses galt allerdings nicht, wenn sie durch Priester feierlich getötet wurde und Opferzwecken diente. Die Verehrung der Katze war also absolut zweigleisig zu betrachten.

 

Von Ägyptem aus wurden Katzen auf dem Schiffweg auch nach Asien und Europa gebracht. Der Legende zufolge, soll Julius Cäsar auf einem Kreuzzug eine Katze im Gepäck gehabt haben. So wurde die Hauskatze bald auch außerhalb Ägyptens ein gern gesehener Gast, der die Vorräte vor Schädlingen schützt. Dieses änderte sich im Mittelalter durch Aberglaube. Auf einmal wurde die Katze zur Verkörperung des Bösen und wurde gefürchtet und verfolgt. Später wurde sie aber wieder rehabilitiert. Dem Abgerglaube nach, gelten schwarze Katzen aber auch heute noch als Unglücksbringer und lassen sich dementsprechend in Tierheimen meist schwerer vermitteln.

 

Das Fell der Hauskatze ist meist zweifarbig. Dreifarbige Katzen gelten als Glückskatzen. In Deutschland ist das Fell meist kurzhaarig während es in Skandinavien und weiter im Osten häufig langhaarig ist.

 

Katzen haben sehr viele besondere Fähigkeiten: Sie können sehr schnell laufen und dabei Geschwindigkeiten bis zu 50 Km / Std. erreichen. Sie sehen im Dunkeln sechsmal besser als der Mensch. Ihr Gehör ist sogar noch besser. Ihr Geruchssinn ist aber etwas schlechter als bei Hunden. Dafür hat sie einen hervorragenden Tastsinn durch ihre Tast- oder Schnurrhaare, durch die sie wahrnehmen, ob ein Durchgang zu schmal oder ausreichend ist. Besonders ist auch ihr Gleichgewichtssinn, der sie locker über Äste balancieren lässt. Dabei ist die Katze absolut schwindelfrei. Selbst wenn sie doch einmal fallen würde, kann sie sich so schnell in Bauchlage drehen, dass sie am Ende auf den Pfoten landet. Auch das fehlende Schlüsselbein mach sie beweglicher, so dass sie sich bei einem Aufprall aus großer Höhe nicht so leicht verletzen kann.

 

Der Charakter einer Katze ist meistens ein Überraschungspaket. Über lieb, anhänglich, frech, launisch und oder scheu ist alles möglich. In der Wohnung ist sie oft der sensible Kuscheltiger während sie draußen zum Draufgänger wird. So verschieden ihr Charakter auch ist, eines ist ihnen allen gemein: Sie lieben die Freiheit und Unabhängigkeit. Wie wahr daher auch der Spruch: Ein Hund denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich. Sie müssen Götter sein. Eine Katze denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich. Ich muss ein Gott sein.

 

Die Stimmung der Katze zeigt sich an ihrem Gesichtsausdruck, aber auch an der Stellung ihrer Ohren und Schnurrhaare.

 

Früher dachte man, Katzen leben lieber alleine. Heute weiß man, dass sie auch friedlich in Gruppen zusammen leben. Dabei handelt es sich meist um verwandte Weibchen mit größeren Jungtieren. Nur wenn es zu viele Männchen in einer Gruppe gibt, wird das Zusammenleben schwierig.