Adventskalender 2022 - Löwe

Löwe

 

Anzahl Unterarten: 07

Vorkommen: Afrika, Indien

Lebensraum: Buschsavanne, Waldsavanne, Steppe, Halbwüste; bis in 4000 m ü.NN

Kopf-Rumpf-Länge: 158 - 250 cm

Schwanzlänge: 61 - 100 cm

Gewicht: 130 - 270 kg

Nahrung: Säugetiere

Gefährdungsstatus: VU (gefährdet)

Text: Gerti Bichel

 

Der Löwe, der König der Tiere!

Schon immer galt der Löwe als Symbol der Macht und Herrschaft. So ziert er unzählige Flaggen und Wappen. Er ist nach dem Tiger die zweitgrößte Raubkatze der Welt und gleichzeitig das größte Landraubtier Afrikas.

Mit seiner Mähne, die ihm im Kampf um die Anführung oder Übernahme eines Rudels vor schweren Verletzungen schützt, sieht er herrschaftlich aus. Ebenso beeindruckend ist auch seine Stimme. Sein Gebrüll ist selbt in 8 Kilometern Entfernung noch hörbar. Es dient der Reviermarkierung und gibt den Weibchen Sicherheit.

 

Im Gegensatz zu den anderen eher einzelgängerischen Großkatzen, lebt der Löwe in Rudeln. Das Rudel kann aus bis zu ca. 40 Tieren bestehen. Hauptsächlich aus Weibchen, die miteinander verwandt sind und deren Jungtieren. Dazu kommen 2 – 4 Männchen, häufig Brüder, die das Revier verteidigen und für Nachwuchs sorgen.

Nach einer Tragzeit von ca. 100 Tagen werden 2- 4 Junge geboren. Diese werden von allen Löwenmüttern gemeinsam groß gezogen.

Weibchen verbleiben im Rudel, während junge Männchen dieses verlassen müssen und alleine leben, bis sie stark genug sind, um ein eigenes Rudel zu übernehmen. Wenn ein neues Männchen ein Rudel übernimmt, tötet es oft vorhandene Jugtiere, um sich die Paarungsbereitschaft der Weibchen zu sichern. Häufig können die Löwinnen die Tötung ihrer Jungen aber verhindern, indem sie diese vehement verteidigen.

 

Das Revier der Löwen kann über 20.000 km² groß sein, was notwendig ist, um genügend Nahrung zu finden. Großen Bewegungsdrang haben Löwen nicht, um Energie zu sparen. Sie schlafen ca. 20 Std. am Tag. Die Jagd nach Beute bedarf nur wenige Minuten. Sie wird von den Weibchen übernommen und erfolgt meist in Rudeln mit verteilten Rollen und findet bevorzugt nachts statt, wenn es kühler ist. Hierbei kommen ihnen ihre extrem scharfen Augen zugute, mit denen sie auch gut getarnte Beute in einem Kilometer Entfernung entdecken können. 15 – 30 % der Angriffe verlaufen erfolgreich. In diiesem Fall versammelt sich das gesamte Rudel um die Beute. Als erstes dürfen dann die Männchen fressen, bevor sich auch die Weibchen und die Jungtiere bedienen dürfen.

Pro Tag werden 5 – 10 kg Fleisch benötigt, wobei diese Menge jedoch nicht jeden einzelnen Tag gefressen wird, sondern meist alle 3  - 4 Tage eine riesige Portion. Männchen können über 40 kg auf einmal verzehren.

Quelle: zootierliste