Adventskalender 2022 - Nebelparder

Nebelparder

Anzahl Unterarten: 02

Vorkommen: Südostasien (Borneo, Sumatra)

Lebensraum: Regenwald

Kopf-Rumpf-Länge: 70 - 105 cm

Schwanzlänge: 60 - 85 cm

Gewicht: 10 - 25 kg

Nahrung: Säugetiere (u.a. Hirsche, Schweine, Affen, Kleinsäuger), Vögel, Fische

Gefährdungsstatus: VU (gefährdet)

Text: Gerti Bichel

 

Der Nebelparder ist die kleinste der Großkatzen. Sein Name bezieht sich auf die rauchigen Flecken, die nach innen hin immer heller werden und an Nebel oder Wolken erinnern.Von Einheimischen wird er aber auch Affenfänger oder Affenjäger genannt, weil er diese in den Baumkronen jagd.

 

Der Nebelparder ist überwiegend nachtaktiv aber durchaus auch tagsüber unterwegs. Meist hält er sich im Geäst hoher Bäume auf. Er ist einer der besten Kletterer unter den Katzen und läuft dabei zu akrobatischen Höchstleistungen auf. Mit seinen Krallen findet er überall Halt und es gelingt ihm, seine Beute zu ergattern, während er nur mit den Hinterbeinen am Ast baumelt. Beim Springen von Ast zu Ast in den Bäumen hilft ihm sein langer Schwanz das Gleichgewicht zu halten. Dabei ist er auch durch seine Fellzeichnung sehr gut getarnt.  Die Unterseite seiner breiten Tatzen wird durch robuste Ballen vor Verletzungen geschützt.  Im Gegensatz zu anderen Katzen ist sein Reißzahn im Oberkiefer proportional größer und sein Zungenbein verknöchert, so dass er nicht schnurren kann. Seine Beine sind kurz, so dass er am Boden eher ungeschickt wirkt.

 

Über die Fortpflanzung des Nebelparders liegen fast nur Erkenntnisse von Tieren in Gefangenschaft vor, weil er in freier Natur sehr scheu, gut getarnt und daher kaum sichtbar ist. Die Verpaarung der Tiere ist auch sehr schwierig, weil die Männchen die Weibchen häufig töten. Die Zusammenführung gelingt daher nur, wenn die Tiere bereits jung aneinander gewöhnt werden.

 

Nach einer Tragzeit von ca. 87 – 102 Tagen werden meist 2 – 3 blinde Jungtiere geboren, die ca. 140 – 170 g wiegen. Nach ca. 10 – 12 Tagen öffnen sie ihre Augen. Ihre Flecken sind zunächst ganz schwarz und hellen sich innerhalb von ca. 6 Monaten immer mehr auf. Sie werden ca. 5 Monate gesäugt, beginnen aber bereits nach ca. 10 Wochen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Nach ca. 9 Monaten werden die Jungtiere selbständig. Die Geschlechtsreife wird nach 10 – 30  Monaten erreicht.

 

Die größte Bedrohung der Nebelparder ist die Zerstörung seines Lebensraums durch Abholzung. Eine weitere Gefahr geht aber auch von Wilderern aus, weil Fell und Zähne begehrte Trophäen sind. Seine Knochen werden auch gerne in der chineschischen Medizin verwendet.

Quelle: zootierliste