Adventskalender 2022 - Puma

Puma

 

Anzahl Unterarten: 30

Vorkommen: Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika

Lebensraum: unterschiedl. Lebensräume von Halbwüste bis Regenwald, vom Tiefland bis ins Hochgebirge

Kopf-Rumpf-Länge: 86 - 155 cm

Schwanzlänge: 60 - 97 cm

Gewicht: 34 - 120 kg

Nahrung: Säugetiere bis Hirschgröße, Bodenvögel

Gefährdungsstatus: LC (nicht gefährdet)

Text: Gerti Bichel

 

Der Name Puma stammt aus dem Reich der Azteken. Sie nannten ihn cuitlamitzli, was sich sehr schwer übersetzen lässt, wobei sich aber der Wortteil mitzli auf einen Puma bezieht.

Insgesamt hat er in seinen Heimatländern 40 verschiende Namen und damit mehr als jedes andere Tier. In Deutschland wird er auch als Berg- oder Silberlöwe bezeichnet.

 

Da nicht nur die Größe ausschlaggebend für die Zuordnung zu Groß- oder Kleinkatze ist, zählt der Puma zu den Kleinkatzen, obwohl er größer und schwerer ist als z. B. die eine oder andere Leopardenart. Ein typisches Kleinkatzenmerkmal des Pumas ist die vollständige Verknöcherung des Zungenbeins. Daher kann er nicht brüllen, sondern im Gegensatz zu Großkatzen schnurren.

 

Der Puma kann sich an verschienden Lebensräume anpassen. Diese erstrecken sich von der steinigen Halbwüste über Sumpfgebiete und Hochgebirge bis in den Regenwald. Dabei sind Tiere im Norden der USA und Kanada meist kräftiger als ihre Artgenossen in  Mittel- und Südamerika.  Sein einfarbiges  Fell kann je nach Verbreitungsgebiet eine andere Farbe aufweisen von rötlich braun bis hin zu silbergrau. Dazu sind charakteristisch die breiten schwarzen Flecken über den Mundwinkeln und  die dunklen Ohrrücken. Sein Kopf ist klein und rundlich und seine Augen sind nach vorne gerichtet, was ihm ein exaktes Fixieren ermöglicht. Seine Pfoten haben 5 einziehbare Krallen, was hilfreich beim Springen und Klettern ist. Seine muskulösen Hinterbeine sind höher als die Vorderbeine und ermöglichen ihm eine unglaubliche Sprungkraft. So sind Sprünge von bis zu 12 m in die Weite und bis zun 5,5 m in die Höhe kein Problem für den Puma. Auch Geschwindigkeiten von bis zu 55 km / Std. sind bei Sprints über eine kurze Distanz erreichbar.

 

Seine Ernährung ist vielseitig von Heuschrecken und Mäusen bis zu Elchen. Am liebsten sind ihm Hirsche. Bei der Jagd auf seine Beute, schleicht er sich unhörbar an und geht dann schnell zum Überraschungsangriff über.

 

Sein Revier erstreckt sich über bis zu 50 km². Obwohl er ein Einzelgänger ist, wird das Revier aber oft nicht verteidigt, so dass Überlappungen  möglich sind. Kämpfe gibt es nur um Weibchen, welche sich nur alle 2 Jahre fortpflanzen. Nach einer dreimonatigen Tragzeit kommen dann miest 1 – 4 Jungtiere zur Welt, deren Fell zunächst große schwarze Flecken aufweist, die erst im Alter von 3 Monaten verschwinden.

 

Der Puma ist so stark bedroht, dass manche Unterarten bereits kurz vor der Ausrottung sind. Dieses ist zum einen auf den Verlust seines Lebensraumes und zum anderen durch  die rücksichtslose Jagd auf ihn zurückzuführen.

 

Obwohl bisher keine Übergriffe eines Pumas auf Menschen bekannt sind, hat er bei Menschen ein großes Negativ Image, was vermutlich auf seinen schauerlichen Ruf zurückzuführen ist. Der „Liebesruf“ des Weibchens klingt langgezogen an- und abschwellend und ist damit vergleichbar mit dem Todesschrei eines Menschen. Keine andere Katze kann so furchteinflößend schreien.

Quelle: zootierliste