top of page

Adventskalender 2022 - Tayra

Tayra

Anzahl Unterarten: 09

Vorkommen: Süd- und Mittelamerika

Lebensraum: Regenwälder bis 2400 m ü. NN

Kopf-Rumpf-Länge: 55,9 - 71,2 cm

Schwanzlänge: 36,5 - 60 cm

Gewicht: 2,7 - 7 kg

Nahrung: Kleinsäuger, Vögel, Insekten

Gefährdungsstatus: LC (nicht gefährdet)

Text Gerti Bichel:
 

Über die Tayra zu schreiben war eine kleine Herausforderung, da ich leider nur drei Quellen dazu online gefunden habe. In meinen zahlreichen Tierbüchern war sie gar nicht vertreten. Wir selber haben sie auch tatsächlich nur einmal gesehen, diesen Herbst im Zoo in Prag. Dort haben wir ein sehr quirliges Wesen vorgefunden, was im Gehege eifrig hin und her geflitzt ist, so dass auch das Fotografieren genauso eine Herausforderung war wie nun das Schreiben.

 

Tayras gehören zur Familie der Marder. Der Körperbau der Tayra ist ähnlich dem Wiesel, jedoch einiges größer. Sie haben einen breiten Kopf mit gerundeten Ohren und einem langen Hals. Auch Rumpf und Schwanz sind lang, die Beine aber kurz. Das dunkelbraunes Fell ist kurz und dicht mit einem weißen oder gelblichen Fleck auf der Kehle.

 

Die Tayra ist überwiegend am Tag und in der Dämemrung aktiv. Sie baut sich ihre Schlafplätze in Baumhöhlen oder auch in verlassenen Bauten anderer Tiere. Man findet sie also sowohl am Boden als auch in den Bäumen. Sie können sehr gut klettern und springen und sind ebenfalls gute Schwimmer.

 

Nach einer Tragzeit von 63 – 70 Tagen kommen meist zwei Jungtiere mit einem Gewicht von 100 g zur Welt, die zunächst noch blind sind. Die Entwöhnung von der Mutter erfolgt bereits nach 2 – 3 Monaten.

 

Tayras werden sowohl als Einzelgänger angetroffen als auch in Paaren oder kleinen Familiengruppen.

 

Tayras sind Menschen gegenüber nicht scheu und werden daher auch häufig in der Nähe von Wohngebieten angefunden. So kam es auch, dass indogene Völker Tayras gezähmt haben, um ihre Hilfe bei der Nagetierplage zu nutzen. Dieses barg aber auch das Problem, dass gleichzeitig auch Nutztiere auf Bauernhöfen gerissen wurden.

 

Tayras gelten nicht als gefährdet.

Quelle: zootierliste
bottom of page