Hinter Türchen Nr. 15 versteckt sich der Baumstachler

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Der Baumstachler: Ein Stachelschwein im Geäst 

Der Baumstachler, der zur Familie der Stachelschweine gehört, ist in Nord- und Südamerika verbreitet. Anders als seine eher bodenbewohnenden Verwandten lebt er vor allem in den Bäumen – daher auch sein Name. Mit seinem kräftigen Körper, dem buschigen Schwanz und den dichten Stachelhaaren ist er perfekt an dieses Leben angepasst. Die Stacheln, umgebildete Haare mit Widerhaken, dienen der Verteidigung: Versucht ein Angreifer zuzupacken, bleiben sie im Fell des Feindes stecken und machen jede weitere Attacke schmerzhaft.

Baumstachler sind überwiegend nachtaktiv und verbringen den Tag oft zusammengerollt in Astgabeln oder Höhlen. Ihre Nahrung besteht aus Rinde, Blättern, Knospen und Früchten, im Winter knabbern sie auch Zweige. Trotz ihres eher plumpen Aussehens sind sie erstaunlich gute Kletterer – ihre kräftigen Krallen und der Greifschwanz helfen ihnen dabei, selbst in den Baumwipfeln sicher zu balancieren.

 

Die sanfte Geburt der Stachelbabys

Die Fortpflanzung der Baumstachler verläuft überraschend sanft: Während der Paarungszeit werben die Männchen mit Lauten und kleinen Rangeleien um die Weibchen; ernsthafte Kämpfe sind selten. Nach etwa sieben Monaten Tragzeit wird meist ein einzelnes Junges geboren. Anders als bei vielen anderen Stachelschweinen kommt es nicht mit harten, gefährlichen Stacheln zur Welt, sondern mit weichen Borsten, die innerhalb weniger Stunden aushärten. Das macht die Geburt für die Mutter deutlich erträglicher.

Das Neugeborene wiegt bei der Geburt rund ein Kilogramm, kann schon bald selbstständig laufen und klettern und hält sich oft in der Nähe der Mutter auf. Mit ihrem runden Körper und den noch etwas struppigen Haaren sehen die Jungen fast plüschig aus, auch wenn man weiß, dass sie bald ihre stachelige Rüstung tragen werden.

 

Tapsiger Nachwuchs mit Stachelkleid

Für Zoobesucher sind Baumstachler-Kinder eine kleine Überraschung: Man erwartet eher etwas Gefährliches – und bekommt ein tapsiges, niedliches Tier zu sehen, das vorsichtig erste Kletterversuche unternimmt und manchmal unbeholfen von Ast zu Ast stolpert. Gerade dieser Gegensatz macht den Nachwuchs der Baumstachler so faszinierend und liebenswert.

Vorkommen:

Nordamerika (N-USA (Alaska), Kanada, W-USA, N-Mexiko)

Lebensraum:

Wälder, offene Buschlandschaften, Gebirgswälder

Kopf-Rumpf-Länge:

60 - 130 cm

Schwanzlänge:

16 - 25 cm

Gewicht:

5 - 12 kg

Nahrung:

Blätter, Blüten, Zweige, Rinde, Beeren, Früchte

Gefährdungsstatus:

LC (nicht gefährdet)

Haltungen:
59 mal in Europa / 30 mal in Deutschland

Quelle: www.zootierliste.de

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