Zoo Planckendael
Erfahrungsbericht aus 2025
Eröffnung: 1956
Größe: ca 43 ha
Tiere: ca 2500
Besucher: ca 600000
Adresse: Leuvensesteenweg 582
2812 Mechelen, Belgien
Erste Eindrücke
Planckendael verfügt über mehrere große Parkplätze. Der Zugang zum Zoo erfolgt durch einen Tunnel, der zunächst zu einem eher unscheinbaren Eingang führt – beim Rundgang durch den Park wird jedoch klar, dass dieser Eingang derzeit neu gebaut wird. Ein Blick auf den Plan zeigt sofort das Konzept: Es handelt sich um einen Geo-Zoo, der in fünf Kontinente aufgeteilt ist – Europa, Asien, Ozeanien, Amerika und Afrika. Ergänzt werden diese durch eine Flugarena und einige zusätzliche Einzelgehege.
Beschilderung
Die Gehegeschilder sind in Französisch und Niederländisch gestaltet, die Tiernamen zusätzlich auch auf Englisch und Deutsch. Allerdings stehen nicht an allen Aussichtspunkten Informationsschilder bereit – manchmal muss man ein Stück weiterlaufen, um an den entsprechenden Infopunkten mehr über die Tiere zu erfahren.
Preis
Der Eintrittspreis mit 39,50€ bewegt sich im üblichen Rahmen für große Zoos dieser Art in Belgien.
Rundweg
Jeder Geo-Bereich verfügt über einen eigenen Rundweg. Besonders positiv fiel auf, dass an den Zugängen zu den einzelnen Bereichen Übersichtsschilder angebracht sind: Sie zeigen den Tierbestand, die weiteren Angebote in der Reihenfolge des Weges, die Länge des Rundweges sowie die geschätzte Weg- bzw. Verweildauer. Ein Praxistest mit Stoppuhr bestätigte die realistische Angabe der Zeiten. Die Rundwege sind gut ausgeschildert und einfach zu begehen, Abkürzungen sind aufgrund der Streckenführung jedoch selten möglich.
Gehege
Die Gehege sind großzügig gestaltet und bieten den Tieren viel Platz. Besuchende können sie aus verschiedenen Blickwinkeln erleben – oft auch auf unterschiedlichen Ebenen.
Besonders modern wirken die Bereiche Asien und Ozeanien sowie die neue Pinguinanlage im Amerika-Bereich.
Diese Areale bieten großzügige, abwechslungsreiche Anlagen mit einer gelungenen Kombination aus Landschaftsgestaltung, Tierhaltung und Architektur.
Rastmöglichkeiten
Überall im Park laden Bänke zum Verweilen ein. Zudem gibt es ausgewiesene Picknickbereiche, die sich ideal für Pausen eignen.
Verpflegung
An sieben Standorten werden Speisen, Snacks und Getränke angeboten. Im Asien-Bereich befindet sich das große Zoo-Restaurant, während an der Schnittstelle zwischen Afrika und Amerika ein klassisches Imbissangebot bereitsteht.
Sauberkeit
Der Zoo wirkt insgesamt sehr gepflegt. Müll lag kaum herum, da regelmäßig Mitarbeitende unterwegs waren, um Abfälle aufzusammeln.
Barrierefreiheit
Der Zoo ist insgesamt gut barrierefrei gestaltet.
Allerdings sind nicht alle Aussichtspunkte für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erreichbar.
Einige Wege sind sehr uneben und sorgen bei Rollstuhlfahrenden oder Rollatornutzenden für kräftiges Durchschütteln.
Alle WCs verfügen über Behindertenkabinen. Jedoch besitzen nicht alle dieser Kabinen ein eigenes Waschbecken, was die Nutzung z. B. für den Wechsel eines Stomabeutels erschwert.
Hunde
Nur Assistenzhunde dürfen mit in den Zoo gebracht werden.
Highlights
Der Asien-Bereich mit seiner beeindruckenden Komposition aus Tieren, Pflanzen und Architektur – besonders hervorzuheben sind die Affenanlage und das Tropenhaus.
Die Pinguinanlage im Amerika-Bereich, die modern und attraktiv gestaltet ist.
In Ozeanien konnten wir einen sehr aktiven Tasmanischen Teufel beobachten.
Ein besonderes Erlebnis war das Jungtier bei den Panzernashörnern.
Fazit
Planckendael ist ein weitläufiger, sehr schöner Zoo mit vielen sehenswerten Anlagen und einigen seltenen Tierarten. Die Themenbereiche Europa, Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien sind abwechslungsreich gestaltet und unbedingt empfehlenswert. Kleinere Kritikpunkte betreffen vor allem die älteren Teile des Amerika-Bereichs, die von einer Modernisierung profitieren würden, sowie die fehlende Unterscheidung zwischen Nord- und Südamerika. Insgesamt jedoch ist Planckendael ein lohnendes Ausflugsziel, das mit seiner Vielfalt und Weitläufigkeit überzeugt.






Zoopläne / Zoomaps
Ein Blick in die Vergangenheit:
Die Zoopläne zeigen, wie sich der Zoo im Laufe der Jahre verändert und weiterentwickelt hat
















