Hinter Türchen Nr. 29 versteckt sich der Gorilla

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Der Gorilla: Ein sanfter Riese mit Familienbanden

Der Gorilla ist der größte aller Menschenaffen und zugleich ein sanfter Riese. Trotz seiner gewaltigen Statur, kräftigen Muskeln und imposanten Eckzähne ernährt er sich fast ausschließlich vegetarisch – von Blättern, Früchten, Trieben und Wurzeln. Gorillas leben in den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas in kleinen Familiengruppen. Eine solche Gruppe wird meist von einem erwachsenen Männchen mit silbrig glänzendem Rücken, dem Silberrücken, angeführt. Er sorgt für den Schutz und die Ordnung, während Weibchen und Jungtiere in enger Gemeinschaft leben.

 

Aufzucht in der Gruppe

Die Fortpflanzung bei Gorillas ist eng mit dieser Familienstruktur verknüpft. Nach einer Tragzeit von rund 8,5 Monaten bringt das Weibchen in der Regel ein einzelnes Junges zur Welt. Zwillinge sind extrem selten und stellen eine große Herausforderung dar. Ein Gorilla-Baby wiegt bei der Geburt etwa zwei Kilogramm und ist damit im Vergleich zu anderen Primaten recht klein. Direkt nach der Geburt klammert es sich am Bauch der Mutter fest – eine überlebenswichtige Fähigkeit, denn Gorillas sind täglich auf Wanderschaft und wechseln ihre Schlafnester regelmäßig.

In den ersten Monaten trägt die Mutter ihr Kind ständig bei sich, auf dem Bauch oder später auf dem Rücken. Dabei entwickelt sich eine intensive Bindung, die oft ein Leben lang spürbar bleibt. Ab etwa drei Monaten beginnen die Kleinen, ihre Umgebung neugierig zu erkunden, zu greifen und erste wackelige Krabbelversuche auf dem Boden zu wagen.

 

Kindheit und Spiel

Gorillakinder sind verspielt und neugierig. Sie toben mit Gleichaltrigen, üben das Klettern, hangeln an Ästen oder rollen sich ausgelassen im Gras. Dabei sind sie manchmal so laut und übermütig, dass der Silberrücken einschreiten und für Ruhe sorgen muss. Oft reicht dazu schon ein strenger Blick oder ein kurzes Brummen.

Kurios ist, dass Gorillajunge ein Kinderfell tragen, das länger und flauschiger ist als das der Erwachsenen und sie noch tapsiger aussehen lässt. Erst im Alter von rund drei Jahren sind sie so selbstständig, dass sie nicht mehr ständig bei der Mutter bleiben, auch wenn sie noch lange Zeit engen Kontakt halten.

Gerade diese Mischung aus gewaltiger Körperkraft und zärtlicher Fürsorge macht Gorillas so faszinierend: Die stärksten aller Affen beginnen ihr Leben als kleine, zerbrechliche Babys. Nur durch die Fürsorge ihrer Mütter und den Schutz der Gruppe wachsen sie zu den beeindruckenden Tieren heran, die wir kennen.

Vorkommen:

Kamerun, Kongo, Gabon, Dem. Rep. Kongo

Lebensraum:

Flachregen- und Sumpfwälder

Kopf-Rumpf-Länge:

103 - 107 cm

Gesamtlänge:

Standhöhe 109 - 180 cm

Gewicht:

57 - 191 kg

Nahrung:

Blätter, Stängelmark, Knollen, Zwiebeln, Kräuter, Gräser, selten tierische Kost

Gefährdungsstatus:

CR (vom Aussterben bedroht)

Haltungen:
49 mal in Europa / 15 mal in Deutschland

Quelle: www.zootierliste.de

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