
Hinter Türchen Nr. XX versteckt sich der Große Panda
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Der Große Panda: Ein sanfter Riese mit Eigenheiten
Mit seinem markanten schwarz-weißen Fell ist der Große Panda nicht nur eines der berühmtesten Tiere der Welt, sondern auch ein wichtiges Symbol für den Artenschutz. Ursprünglich lebt er in den Bergregionen Chinas und verbringt fast sein gesamtes Leben in Bambuswäldern. Obwohl er zur Ordnung der Raubtiere zählt und kräftige Zähne hat, ernährt er sich fast ausschließlich von Bambus – der Anteil liegt bei über 99 Prozent seiner Nahrung. Um täglich die benötigten 20 Kilogramm zu verspeisen, nutzt er seine starken Kiefer zum Zerkleinern der Halme. Ein spezieller „Pseudodaumen“, ein verlängerter Handwurzelknochen, hilft ihm dabei, den Bambus geschickt festzuhalten. Trotz seiner beachtlichen Größe – ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 85 und 150 Kilogramm – gilt der Panda als sanft und gemütlich.
Wenn Fortpflanzung zur Herausforderung wird
Wenn es um die Fortpflanzung geht, wird schnell klar, warum Pandas so selten sind. Weibchen sind im Frühjahr nur wenige Tage im Jahr fruchtbar – oft nicht länger als 72 Stunden. In dieser extrem kurzen Zeit muss die Paarung stattfinden, sonst muss man ein ganzes Jahr warten. In der Natur kämpfen Männchen um das Recht, sich mit dem Weibchen zu paaren. Doch selbst wenn sie sich durchsetzen, scheitert der Versuch nicht selten. Das war auch in Zoos lange ein Problem, weshalb oft künstliche Besamung eingesetzt wurde, um die Fortpflanzungschancen zu verbessern.
Ein Wunder der Geburt und Aufzucht
Selbst eine erfolgreiche Trächtigkeit ist noch keine Garantie für Nachwuchs. Pandas haben eine Besonderheit: die sogenannte Keimruhe. Dabei pausiert die Entwicklung des befruchteten Eis für Wochen oder sogar Monate, bevor es sich in die Gebärmutter einnistet. Das erklärt, warum die Tragzeit stark schwankt und zwischen 3 und 5 Monaten dauern kann. Am Ende steht die Geburt eines kleinen Wunders: ein winziges, rosa Jungtier, das nur rund 100 Gramm wiegt.
Das Problem mit Zwillingen
Zwillingsgeburten sind bei Pandas gar nicht so selten. In der Natur kümmert sich die Mutter jedoch fast immer nur um das stärkere der beiden Babys. Das andere wird vernachlässigt und überlebt meist nicht. Der Grund ist einfach: Die Aufzucht eines einzigen Jungtiers ist so anstrengend – die Mutter muss es ständig wärmen, tragen, säugen und beschützen –, dass die gleichzeitige Versorgung von zwei Babys schlicht unmöglich wäre. Deshalb greifen Pfleger in menschlicher Obhut ein, wechseln die Jungtiere regelmäßig aus und stellen so sicher, dass beide versorgt werden.
Tollpatschige Publikumslieblinge
Sobald Panda-Babys mobiler werden, fangen sie an, tapsig ihre Umgebung zu erkunden. Sie klettern, stolpern und purzeln – und sehen dabei so unbeholfen aus, dass man sich kaum sattsehen kann. Manchmal fallen sie sogar ausgerechnet dann vom Baum, wenn gerade Besucher zuschauen – zum Glück ohne sich zu verletzen. Ihre Verspieltheit und Unbeholfenheit machen sie zu echten Publikumslieblingen. Es ist kein Wunder, dass Videos von Panda-Kindern weltweit immer wieder für Begeisterung sorgen.
Vorkommen:
zentrales Asien (südliches Zentralchina)
Lebensraum:
Bambuswald in 1200 bis 3000 m ü. NN
Kopf-Rumpf-Länge:
120 - 180 cm
Schwanzlänge:
10 - 16 cm
Gewicht:
85 - 150 kg
Nahrung:
fast ausschließlich Bambus (zu 99%); manchmal auch andere Pflanzen wie Schachtelhalm und Kiefernrinde, selten auch animalische Kost und Aas
Gefährdungsstatus:
VU (gefährdet)
Haltungen:
7 mal in Europa / 1 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de






