
Hinter Türchen Nr. 02 versteckt sich das Highland Rind
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Das Highland Rind: Der zottelige Überlebenskünstler aus Schottland
Das Highland Rind, auch „Highland Cattle“ genannt, ist eine der ältesten und markantesten Rinderrassen Europas. Ursprünglich stammt es aus den rauen Regionen Schottlands, wo es dank seines einzigartigen Aussehens mit zotteligem Fell und langen Hörnern zum inoffiziellen Wahrzeichen der Highlands geworden ist. Sein dichtes, langes Fell schützt die Tiere effektiv vor Wind und Regen. Eine zusätzliche, wollige Unterwolle hält sie selbst bei klirrender Kälte warm. Diese Anpassungen machen die Highland Rinder erstaunlich robust und genügsam. Sie kommen selbst auf kargen Weiden zurecht, wo andere Rassen längst an ihre Grenzen stoßen würden.
Urtümliche Natur und Fortpflanzung
Ihre ursprüngliche Natur zeigt sich auch in der Fortpflanzung. Kühe werden meist im Alter von zwei bis drei Jahren zum ersten Mal trächtig. Die Tragzeit dauert, wie bei allen Rindern, etwa neun Monate. Im Gegensatz zu vielen modernen Rassen benötigen Highland-Kühe bei der Geburt meist keine menschliche Hilfe. Sie kalben in der Regel draußen auf der Weide. Ihre Instinkte sind stark ausgeprägt und die Kälber sind von Geburt an besonders widerstandsfähig.
Die wuscheligen Kälber
Ein neugeborenes Highland-Kalb ist ein echter Blickfang: klein, aber bereits mit einem dichten, wuscheligen Fell ausgestattet, das wie eine überdimensionale Plüschjacke aussieht. Mit einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm sind sie erstaunlich robust. Schon nach kurzer Zeit stehen sie auf den Beinen und trinken die erste Milch bei ihrer Mutter. Die charakteristischen Hörner beginnen früh als kleine Knubbel zu wachsen und entwickeln sich im Laufe der Jahre zu den imposanten, geschwungenen Exemplaren, die so typisch für die Rasse sind.
Charme und Anpassungsfähigkeit
Es ist skurril und gleichzeitig charmant, dass Highland-Kälber oft aussehen, als hätten sie eine Frisur, die kein Kamm bändigen kann. Mit ihren großen dunklen Augen unter dem langen Pony und dem wuscheligen Fell wirken sie fast wie kleine Teddybären – weshalb sie schnell die Herzen von Zoobesuchern erobern. Highland-Kälber sind ein schönes Beispiel dafür, wie gut eine alte, robuste Rasse an ihre Umgebung angepasst ist. Sie zeigen eindrucksvoll, dass man auch mit Wind, Regen und rauem Klima bestens zurechtkommt, solange man nur das richtige "Fellkleid" trägt.
Vorkommen:
Ursprünglich Schottland
Lebensraum:
Weiden, Wiesen und offenes Grünland – sehr robust, auch in rauem Klima mit viel Wind, Regen oder Schnee.
Kopf-Rumpf-Länge:
Kühe ca. 120–140 cm Widerristhöhe, Bullen bis 150 cm; die Körperlänge beträgt meist 2–2,5 m.
Schwanzlänge:
Ca. 50–70 cm
Gewicht:
Kühe etwa 400–500 kg, Bullen bis 800 kg.
Nahrung:
Gräser, Kräuter, Sträucher – sehr genügsam, kommt auch mit mageren Weiden und grobem Futter zurecht.
Gefährdungsstatus:
Nicht gefährdet
Haltungen:
157 mal in Europa / 48 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de









