
Hinter Türchen Nr. 03 versteckt sich der Hulman
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Der Hulman: Der heilige Affe Indiens
Der Hulman, auch Hanuman-Langur genannt, gehört zur Familie der Schlankaffen und ist in weiten Teilen Indiens, Nepals und Sri Lankas verbreitet. Mit ihrem schlanken Körper, dem langen Schwanz und dem grauen Fell wirken sie elegant, während das schwarze Gesicht mit dem hellen Haarkranz fast wie eine kleine Maske aussieht. Ihren Namen verdanken sie dem hinduistischen Affengott Hanuman, weshalb sie in vielen Regionen Indiens als heilig gelten.
Hulmane sind geschickte Kletterer, die sich sowohl in Bäumen als auch am Boden wohlfühlen. Sie leben in Gruppen, die meist aus mehreren Weibchen, deren Jungen und einem dominanten Männchen bestehen. Manchmal trifft man sie sogar in Städten, wo sie in Tempelanlagen oder auf Dächern turnen und von den Menschen gefüttert werden.
Ein orangefarbener Start ins Leben
Die Fortpflanzung ist ganzjährig möglich. Nach rund sieben Monaten Tragzeit bringt das Weibchen in der Regel ein einzelnes Junges zur Welt. Die Babys fallen sofort auf: Sie sind bei der Geburt nicht grau wie die Erwachsenen, sondern leuchtend orange gefärbt. Dieses auffällige Babyfell ist ein besonderer Schutz, denn so können alle Gruppenmitglieder das Junge sofort erkennen und darauf achten. Erst nach einigen Monaten verfärbt sich das Fell allmählich ins Graue.
Hulmanbabys sind quirlig und verspielt. Sie klammern sich zunächst am Bauch der Mutter fest, später am Rücken, und beginnen bald, mit anderen Jungtieren herumzutollen. Dabei hangeln sie sich unbeholfen durch Äste, üben kleine Sprünge und liefern sich wilde Fangspiele. Oft kümmern sich auch ältere Weibchen um die Kleinen, wodurch eine Art „Kindergarten“ entsteht, wie man ihn auch bei anderen Affenarten findet.
Soziales Miteinander
Besonders eindrucksvoll ist die enge Bindung innerhalb der Gruppe: Wenn ein Junges Alarm schlägt oder weint, reagieren oft gleich mehrere Tiere und eilen zu seiner Hilfe. Für Beobachter ist es berührend, wie fürsorglich die Gemeinschaft mit den Kleinsten umgeht – und wie aus den orangen Fellknäueln Schritt für Schritt die eleganten grauen Languren werden.
Vorkommen:
N-Indien, Kaschmir, Bihar, Orissa, eingeführt in Bangladesch, auch in Nepal und SW-China
Lebensraum:
Laubwälder, Trockenwälder, humide Wälder, Buschland, Halbwüsten, Himalajagebirge über 4000 m ü. NN, Städte, Tempelanlagen
Kopf-Rumpf-Länge:
45,1 - 78,4 cm
Schwanzlänge:
80,3 - 111,8 cm
Gewicht:
9,5 - 19,5 kg
Nahrung:
Blätter, Früchte, Blüten, Insekten
Gefährdungsstatus:
LC (nicht gefährdet)
Haltungen:
17 mal in Europa / 4 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de








