Hinter Türchen Nr. 07 versteckt sich der Flamingo

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Flamingos: Exotische Tänzer in Pink 

Flamingos sind unverwechselbar: Mit ihrem langen Hals, den dünnen Beinen und dem rosa bis kräftig roten Gefieder wirken sie wie exotische Tänzer. Ihre auffällige Färbung verdanken sie ihrer Nahrung – Algen, Kleinkrebse und andere winzige Wasserlebewesen, die reich an Carotinoiden sind. Ohne diese Farbstoffe wären Flamingos eher weißlich. Ihr gebogener Schnabel ist ein hochspezialisiertes Werkzeug: Mit ihm filtern sie Nahrung aus dem Wasser, indem sie ihn kopfüber durch Schlick und Flachwasser ziehen.

Flamingos leben gesellig, oft in riesigen Kolonien von Tausenden Tieren. Dieses Gemeinschaftsleben ist auch für die Fortpflanzung entscheidend. Zur Balz führen die Vögel beeindruckende Synchrontänze auf: Ganze Gruppen marschieren, drehen den Kopf im Gleichtakt oder schlagen mit den Flügeln. Erst wenn die Stimmung in der Kolonie "passt", beginnt die eigentliche Paarbildung.

 

Ungewöhnliche Nester und Aufzucht

Die Nester der Flamingos sind ungewöhnlich: kleine Vulkane aus Schlamm, die 20 bis 30 Zentimeter hoch sind. Oben hinein legt das Weibchen ein einziges Ei. Beide Eltern wechseln sich beim Brüten ab. Nach etwa vier Wochen schlüpft das Küken – noch unscheinbar, grau und flauschig, mit einem geraden kleinen Schnabel. Von der eleganten Erscheinung der Erwachsenen ist zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen.

In den ersten Tagen wird das Küken mit einer besonderen Kropfmilch gefüttert, die beide Eltern im Verdauungstrakt bilden. Nach und nach beginnt es selbstständig Nahrung aus dem Wasser zu filtern. Den charakteristischen gebogenen Schnabel entwickelt es aber erst nach einigen Wochen. Auch das graue Jugendgefieder bleibt für mehrere Jahre, bevor sich das strahlende Rosa durchsetzt.

 

Der Flamingo-Kindergarten

Besonders beeindruckend ist das Kindergarten“-System der Flamingos: Die Küken schließen sich zu großen Gruppen zusammen, manchmal mehrere Tausend an einem Ort. Dort werden sie von einigen wenigen Erwachsenen beaufsichtigt, während die Eltern zur Nahrungssuche unterwegs sind. Wenn man so eine riesige, wuselige Schar von Flamingo-Küken sieht, ist das fast wie ein lebendiger Kindergarten – nur eben in den Farben Grau und Rosa.

Gerade diese Mischung aus exotischem Aussehen, ungewöhnlicher Aufzucht und verspielt wirkenden Kindergärten macht Flamingos und ihre Jungen so faszinierend – ein echtes Schauspiel der Natur.

Vorkommen:

westliches Südamerika (von WZ-Ecuador südwärts in den Anden über Peru, Bolivien, Chile, Argentinien bis Feuerland; ostwärts bis Paraguay, Uruguay und S-Brasilien)

Lebensraum:

Seen, Sümpfe und Seelagunen

Gesamtlänge:

105 cm

Gewicht:

1,72 - 2,50 kg

Nahrung:

kleine Krustentiere, Larven und Wasserinsekten

Gefährdungsstatus:

NT (gering gefährdet)

Haltungen:
120 mal in Europa / 46 mal in Deutschland

Quelle: www.zootierliste.de

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