
Hinter Türchen Nr. 09 verstecken sich Elefanten
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Der Elefant: Ein sanfter Riese mit langem Gedächtnis
Elefanten sind die größten landlebenden Säugetiere der Erde und beeindrucken Menschen seit jeher. Mit ihrem mächtigen Körper, den langen Stoßzähnen und vor allem dem Rüssel sind sie unverwechselbar. Der Rüssel ist ein wahres Wunderwerk: Er ist zugleich Nase und Oberlippe und kann damit atmen, riechen, greifen, trinken, fressen oder sogar feinste Dinge wie eine Münze aufheben. Er besteht aus etwa 40.000 Muskeln und ist damit eines der flexibelsten und stärksten Organe im gesamten Tierreich. Elefanten sind hochintelligent, haben ein erstaunliches Gedächtnis und leben in engen Familienverbänden, die von einer erfahrenen Leitkuh – der Matriarchin – geführt werden. Diese soziale Struktur ist so wichtig, dass das Überleben der Gruppe stark vom Wissen und der Erfahrung der ältesten Elefantenkuh abhängt.
Längste Tragzeit der Landsäugetiere
Die Tragzeit der Elefanten ist mit rund 22 Monaten die längste aller Landsäugetiere. Nach dieser Zeit wird meist ein einzelnes Kalb geboren, das schon bei der Geburt rund einen Meter groß ist und etwa 100 Kilogramm wiegt. Trotz dieser beachtlichen Maße wirkt es anfangs unbeholfen: Es steht auf wackeligen Beinen, stolpert und muss den Umgang mit dem Rüssel erst lernen. Viele Jungtiere saugen zu Beginn sogar noch am eigenen Rüssel, bevor sie herausfinden, wie er wirklich funktioniert.
Elefantenbabys wachsen nicht allein bei der Mutter auf. Innerhalb der Herde kümmern sich auch Tanten, Schwestern oder andere Weibchen um die Kleinen – eine richtige „Kinderstube“. So lernen sie früh das soziale Miteinander, das für Elefanten so wichtig ist. Das Spielen gehört dabei unbedingt dazu: Die Kälber tollen herum, ringen mit den Rüsseln oder klettern unbeholfen über kleine Hügel. Es sieht niedlich aus, ist aber wichtiges Training für Muskeln, Gleichgewicht und das spätere Leben.
Afrikaner vs. Asiaten
Trotz aller Gemeinsamkeiten gibt es zwischen den Elefantenarten deutliche Unterschiede: Afrikanische Elefanten sind größer, haben riesige Ohren, die fast die Form des Kontinents widerspiegeln, und bei ihnen tragen sowohl Männchen als auch Weibchen Stoßzähne. Ihre Haut ist runzeliger und sie haben einen doppelten Fortsatz am Ende des Rüssels, mit dem sie Dinge greifen. Asiatische Elefanten sind kleiner, haben einen runderen Rücken und deutlich kleinere Ohren. Stoßzähne haben hier meist nur die Bullen, und ihre Stirn wirkt gewölbter. Sie haben nur einen Fortsatz am Ende des Rüssels. Beide Arten aber teilen sich die gleiche beeindruckende Familienkultur – und die niedlichen, tapsigen Kälber, die jedes Herz im Sturm erobern.
Vorkommen:
Afrikanischer Elefant: Afrika südlich der Sahara
Asiatischer Elefant: Süd- und Südostasien (von Indien bis Borneo)
Lebensraum:
Afrikanischer Elefant: vor allem Savannen und lichte Wälder, auch Buschland
Asiatischer Elefant: feuchte Wälder, Dschungel, Grasland in tropischen Regionen
Kopf-Rumpf-Länge:
Afrikanischer Elefant: 6 – 7,5 m
Asiatischer Elefant: 5,5 – 6,5 m
Schwanzlänge:
1 – 1,5 m bei beiden
Gewicht:
Afrikanischer Elefant: 4.000 – 6.000 kg (Bullen bis 7.500 kg)
Asiatischer Elefant: 2.500 – 5.000 kg
Besonderheiten:
Afrikanischer Elefant: größere Ohren (ähneln der Form des Kontinents Afrika), beide Geschlechter mit Stoßzähnen
Asiatischer Elefant: kleinere Ohren, nur Bullen mit Stoßzähnen, Rücken stärker gewölbt
Nahrung:
Pflanzenfresser; bis zu 150 kg Gras, Blätter, Zweige, Rinde und Früchte täglich
Fortpflanzung:
Tragzeit ca. 22 Monate (bei beiden Arten), meist 1 Kalb, Geburtsgewicht rund 100 kg
Gefährdungsstatus:
Afrikanischer Elefant: VU (gefährdet)
Asiatischer Elefant: EN (stark gefährdet)
Haltungen:
Afrikanischer Elefant 35 mal in Europa / 9 mal in Deutschland
Asiatischer Elefant 54 mal in Europa / 12 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de















