
Hinter Türchen Nr. 19 versteckt sich das Flußpferd
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Das Flusspferd: Ein Riese mit außergewöhnlichen Verwandten
Das Flusspferd – oder Nilpferd – ist nach Elefant und Nashorn das drittschwerste landlebende Tier und wirkt auf den ersten Blick behäbig. Mit seinem tonnenschweren Körper, den kurzen Beinen und dem riesigen Maul ist es unverwechselbar. Trotz seines Namens ist es nicht mit Pferden verwandt; stattdessen sind seine nächsten lebenden Verwandten tatsächlich Wale.
Diese ungewöhnliche Verwandtschaft erklärt, warum Flusspferde so perfekt an das Leben im Wasser angepasst sind. Sie verbringen den Großteil des Tages in Flüssen, Seen oder Sümpfen, um sich abzukühlen und vor Sonnenbrand zu schützen. Ihre Augen, Ohren und Nasenlöcher sitzen hoch am Kopf, sodass sie auch beim Untertauchen fast vollständig im Wasser verschwinden können. Nachts verlassen sie das Wasser und wandern bis zu mehrere Kilometer weit, um Gras zu fressen. Trotz ihrer massigen Gestalt können sie auf kurzen Strecken überraschend schnell werden und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h.
Geburt und Kindheit im Wasser
Die Fortpflanzung findet ebenfalls im Wasser statt. Nach einer Tragzeit von etwa acht Monaten bringt das Weibchen in der Regel ein einzelnes Kalb zur Welt – meist direkt im Fluss oder im seichten Wasser am Ufer. Bei der Geburt wiegt das Junge bereits zwischen 25 und 50 Kilogramm. Von Anfang an ist es ein guter Schwimmer und taucht instinktiv regelmäßig auf, um Luft zu holen.
Die ersten Wochen verbringt das Kalb eng an der Seite seiner Mutter, die es im Wasser säugt. Es ist sogar in der Lage, unter Wasser zu trinken – dabei schließt es automatisch die Nasenlöcher, damit kein Wasser eindringt. An Land läuft es oft tapsig hinter der Mutter her und bleibt stets in ihrer Nähe, da ausgewachsene Bullen aggressiv werden können und auch Krokodile eine Gefahr darstellen.
Tapsiger Nachwuchs
Flusspferdkinder sind besonders neugierig. Sie tauchen spielerisch auf und ab, reiten auf dem Rücken der Mutter oder wagen kleine Ausflüge in das seichte Wasser, um ihre Umgebung zu erkunden. Dabei wirken sie so putzig, dass man fast vergisst, wie gefährlich erwachsene Flusspferde sein können. Gerade dieser Kontrast macht die Jungtiere so faszinierend: Sie sind tapsig und verspielt, während die Eltern zu den respekteinflößendsten Tieren Afrikas gehören.
Vorkommen:
Afrika südlich der Sahara
Lebensraum:
offene Gebiete mit langsam fließenden Flüssen und tieferen Seen
Kopf-Rumpf-Länge:
290 - 505 cm
Schwanzlänge:
40 - 56 cm
Gewicht:
1000 - 4500 kg
Nahrung:
Gräser
Gefährdungsstatus:
VU (gefährdet)
Haltungen:
68 mal in Europa / 6 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de








