
Hinter Türchen Nr. 25 versteckt sich der Tiger
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Der Tiger: Ein kraftvoller Einzelgänger
Der Tiger ist die größte aller Katzenarten und gilt als Symbol für Kraft und Eleganz. Sein orangefarbenes Fell mit den schwarzen Streifen ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck – kein Tier trägt genau das gleiche Muster. Tiger leben in verschiedenen Regionen Asiens, vom frostigen Sibirien bis zu den tropischen Wäldern Südostasiens. Je nach Unterart unterscheiden sie sich in Größe und Fellfärbung: Der Sibirische Tiger ist der größte und schwerste, während der Sumatra-Tiger kleiner und dunkler gefärbt ist. Tiger sind Einzelgänger, die ihr Revier energisch verteidigen und meist nachts auf die Jagd gehen. Sie schleichen sich lautlos an und überwältigen Beutetiere wie Hirsche oder Wildschweine mit einem kräftigen Sprung und Biss.
Aufzucht und Überleben
Die Fortpflanzung der Tiger ist ebenfalls faszinierend. Die Paarungszeit ist nicht streng an eine Jahreszeit gebunden, doch in kalten Regionen findet sie oft im Winter statt. Nach der Paarung zieht sich das Weibchen zurück und bringt nach etwa 100 Tagen Tragzeit ihre Jungen zur Welt. Ein Wurf besteht meist aus zwei bis drei Jungen. In den ersten Wochen sind die kleinen Tigerkinder völlig hilflos: blind und taub, mit einem Gewicht von nur etwa einem Kilogramm. Ihre Augen öffnen sie erst nach rund zehn Tagen, bevor sie beginnen, ihre Umgebung neugierig zu erkunden.
Die Mutter kümmert sich allein um die Aufzucht – das Männchen beteiligt sich nicht. In den ersten Monaten trägt sie ihre Jungen im Maul, versteckt sie in dichtem Gestrüpp oder Felsspalten und säugt sie. Mit etwa zwei Monaten bekommen die Kleinen erstmals Fleisch. Ab dem Alter von sechs Monaten dürfen sie ihre Mutter auf der Jagd begleiten, auch wenn sie selbst noch keine Beute machen können.
Verspielte Jäger
Tigerkinder sind verspielt und üben im Spiel wichtige Fähigkeiten: Sie jagen sich gegenseitig, springen, balgen und trainieren so Muskeln, Reaktionsvermögen und ihre Jagdtechnik. Dabei kommt es nicht selten zu komischen Szenen, wenn sie über ihre eigenen Pfoten stolpern oder sich beim Anschleichen ungeschickt verraten. Sie bleiben bis zu zwei Jahre bei der Mutter, bevor sie sich ein eigenes Revier suchen.
Tigerjungen zeigen schon früh ihre individuelle Persönlichkeit: Manche sind besonders mutig und erkunden die Umgebung furchtlos, andere bleiben lieber im Schutz der Mutter. Für Zoobesucher ist es ein besonderes Erlebnis, Tigerkinder beim Spielen oder bei den ersten Schwimmversuchen zu beobachten – denn Tiger gehören zu den wenigen Katzen, die Wasser lieben.
Vorkommen:
Asien
Lebensraum:
Wälder unterschiedlichster Art, trockenes und feuchtes Grasland, Mangrovengebiete; vom Tiefland bis in 4000 m ü.NN
Kopf-Rumpf-Länge:
146 - 290 cm
Schwanzlänge:
72 - 109 cm
Gewicht:
75 - 325 kg
Nahrung:
Kleinsäuger, Primaten, Huftiere bis Elefantengröße, Reptilien (auch Krokodile), Fische und Vögel
Gefährdungsstatus:
EN (stark gefährdet)
Haltungen:
132 mal in Europa / 22 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de



















