
Hinter Türchen Nr. 26 versteckt sich der Gepard
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Geparde: Die schnellsten Jäger der Savanne
Der Gepard ist die schnellste Raubkatze der Welt und zugleich das schnellste landlebende Tier überhaupt. Mit seinem schlanken Körper, den langen Beinen und dem tiefen Brustkorb ist er perfekt für Geschwindigkeit gebaut. Auf kurzen Strecken erreicht er bis zu 100 km/h, beschleunigt schneller als ein Sportwagen und ist in weniger als drei Sekunden auf Höchsttempo. Anders als Löwen oder Leoparden setzt der Gepard nicht auf Kraft oder Heimlichkeit, sondern auf pure Schnelligkeit, um Beute wie Gazellen oder Hasen zu überwältigen.
Typisch sind die schwarzen „Tränenstreifen“, die von den Augenwinkeln bis zum Maul laufen. Sie sollen das Sonnenlicht reduzieren und helfen, die Beute besser im Blick zu behalten. Geparde leben in offenen Savannen und Grasländern Afrikas; kleinere Populationen gibt es auch in Asien.
Tapsiger Nachwuchs mit Tarnkappe
Nach einer Tragzeit von etwa drei Monaten bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt. Die kleinen Geparden wiegen bei der Geburt nur 300 bis 500 Gramm und sind blind und hilflos. Ihr Fell ist zunächst graubraun und von einem silbrig glänzenden Nackenfell überzogen – eine Art „Mähne“, die sie wie Honigdachse aussehen lässt und so vor Feinden schützen soll.
Die Mutter zieht die Jungen allein auf und wechselt ihr Versteck alle paar Tage, um sie vor Raubtieren zu schützen. Erst nach einigen Wochen beginnen die Kleinen, neugierig umherzutapsen. Dann zeigt sich ihre verspielte Seite: Sie jagen sich gegenseitig, üben Sprünge und Anschleichen und trainieren so spielerisch die Jagdtechniken, die sie später zum Überleben brauchen.
Vom Fellknäuel zum Jäger
Mit etwa sechs Monaten begleiten sie die Mutter zu Jagden, beobachten aufmerksam und versuchen selbst, kleine Beutetiere zu fangen – meist noch erfolglos. Bis zu anderthalb Jahre bleiben sie bei ihr, bevor sie selbstständig werden. Besonders beeindruckend ist, wie schnell die Jungtiere erwachsen wirken: Aus tapsigen, zotteligen Fellknäueln werden in kurzer Zeit elegante, blitzschnelle Jäger.
Für Besucher im Zoo sind Gepardenkinder eine Attraktion. Wenn sie über die Anlage tollen, wirkt es fast, als spielten sie ein lebendiges Fangspiel. Und doch steckt in jedem dieser Spiele der Ernst des Lebens: das Training für die schnellste Jagdstrategie der Tierwelt.
Vorkommen:
Afrika und Naher Osten (Iran)
Lebensraum:
Gras- und Buschsteppen, mitunter auch in gebirgigen Lagen; bis 2000 m ü.NN
Kopf-Rumpf-Länge:
121 - 145 cm
Schwanzlänge:
63 - 76 cm
Gewicht:
28 - 65 kg
Nahrung:
Säugetiere (Gazellen und kleine Antilopen, Hasen, Kaninchen), Vögel
Gefährdungsstatus:
VU (gefährdet)
Haltungen:
88 mal in Europa / 24 mal in Deutschland
Quelle: www.zootierliste.de










