Hightech im Tempelpalast

Ein neues Kapitel für Hannovers Elefantenbullen

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat einen weiteren Meilenstein seines Masterplans 2025 erreicht. 

 

Wo früher Mauern die Grenzen setzten, ist Raum für modernste Tierhaltung entstanden: Die neue Anlage für die Elefantenbullen ist fertiggestellt. Ein Umbau, der zeigt, dass Fortschritt im Zoo weit mehr bedeutet als nur frischer Beton.

 

Zeit für den nächsten Schritt

 

Zuletzt wurde das Gehege im Jahr 1997 umgebaut – in der Welt der Elefantenpflege eine Ewigkeit. In zwei Jahrzehnten haben sich die Ansprüche an Technik und tierpflegerische Standards rasant weiterentwickelt. Als Bulle Nikolai 2018 im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms nach Amsterdam zog, öffnete sich ein Zeitfenster für den Wandel. Im Oktober 2018 rollten die Bagger an, um den Bereich der Bullen und Kühe fit für die Zukunft zu machen.

 

Ein Stall, der mitdenkt

 

Wer den neuen Stall betritt, merkt schnell: Hier wurde an alles gedacht. Die Fläche hat sich von 285 auf stolze 535 qm fast verdoppelt. Doch es ist die Technik im Detail, die beeindruckt:

 

Wohlfühlklima: Eine Solarthermieanlage auf dem Dach sorgt für warmes Wasser, während eine Betonkernaktivierung in den Wänden als sanfte Heizung fungiert.

 

Wellness pur: Ein 36 qm großes und 1,20 m tiefes Sandbad bietet den Bullen im Inneren die Möglichkeit zur ausgiebigen Hautpflege.

 

Sicherheit durch Nähe: Mobile Wandelemente und entnehmbare Gitterstäbe ermöglichen das Training im „geschützten Kontakt“ – eine wichtige Basis für das Vertrauen zwischen Pfleger und Tier.

Ruinen-Optik und Dusch-Vergnügen

Auch im Außenbereich ist die Veränderung spürbar. Durch den teilweisen Abtrag des alten Begrenzungshügels hat sich die Fläche auf 1.100 qm fast verdoppelt. Optisch bleibt der Zoo seiner Linie treu: Ein kunstvolles Aquädukt in Ruinenform fügt sich in das indische Design des Tempelpalasts ein. Es ist jedoch weit mehr als Deko: Es dient als Schattenspender und integriert eine Wasserstrahldusche für die Abkühlung an heißen Tagen.

 

Der Boden des Geheges ist eine Landschaft für sich. Rampen und Treppen führen auf verschiedene Ebenen, während Futterverstecke in einer neuen Bauminsel und Spielzeuge – gesponsert von den Zoofreunden Hannover e.V. – den Forschergeist der Dickhäuter wecken.

Ein Masterplan mit Weitblick

Rund 3,15 Millionen Euro und 16 Monate Bauzeit stecken in diesem ersten Bauabschnitt. Doch die Baustelle wandert nur ein Stück weiter: Als nächstes steht die Erneuerung des Bereichs der Elefantenkühe an.

 

Damit die Herde währenddessen nicht auf Komfort verzichten muss, ziehen die Kühe samt Nachwuchs übergangsweise in das neue Bullenquartier um. Stück für Stück werden sie an den neuen Außenbereich und den modernisierten Stall gewöhnt, während nebenan die Bagger für ihre endgültige Heimat Platz schaffen. Es ist ein Tanz der Logistik, immer mit dem Ziel vor Augen, den Tieren so schnell wie möglich das volle Platzangebot zurückzugeben.

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