Ein Palast für die grauen Riesen

Hannover feiert Meilenstein im Dschungelpalast

Nach 13 Monaten Bauzeit ist es so weit: Der Erlebnis-Zoo Hannover hat ein wichtiges Kernstück seiner Elefantenanlage fertiggestellt. Rund drei Millionen Euro flossen in die Modernisierung, die nicht nur optisch, sondern vor allem für das Wohlbefinden der Tiere neue Maßstäbe setzt.

 

Raum für Entfaltung

 

Es ist weit mehr als eine schlichte Erweiterung: Rund 400 Quadratmeter Fläche haben die Elefanten dazugewonnen, womit ihnen nun ein rund 2.900 Quadratmeter großes Areal zur Verfügung steht. Doch statt nur die Zäune zu versetzen, entschied sich der Zoo für eine komplette Neugestaltung. Das Ergebnis ist eine Anlage, die sich nahtlos in das prachtvolle indische Thema des Dschungelpalastes einfügt.

 

Badespaß mit Tiefgang

 

Das neue Herzstück der Außenanlage ist das massiv vergrößerte Badebecken. Mit einem Fassungsvermögen von 400.000 Litern bietet es den Dickhäutern maximalen Komfort. Dabei haben die Tiere die Wahl: Während ein 40 Zentimeter flacher Bereich zum gemütlichen Waten einlädt, bietet der 1,60 Meter tiefe Teil ausreichend Platz für ein echtes Vollbad. Ein Nebeneffekt der klugen Planung: Das Wasserbecken dient gleichzeitig als natürliche und barrierefreie Grenze zwischen Mensch und Tier.

400 Tonnen Stahl hinter indischer Fassade

Wer vor der imposanten neuen Pagode steht, ahnt kaum, welche technische Meisterleistung sich hinter der Fassade verbirgt. Rund 400 Tonnen Stahl wurden verbaut, um der enormen Kraft der Elefanten standzuhalten. Die Pagode dient dabei nicht nur als ästhetischer Schattenspender: An ihrer stabilen Konstruktion sind Haken befestigt, die als Aufhängung für Futter und Spielzeuge dienen – ein Fitnessstudio im indischen Gewand.

 

Wellness und Biologie im Fokus

 

Bei der Gestaltung wurde besonderes Augenmerk auf die Tierphysiologie gelegt. Unterschiedliche Bodenbeläge – von nachgiebigem Sand bis zu hartem Stein – fördern die Gesundheit der Gelenke und Hufe, ganz nach dem Vorbild der Natur. Für zusätzliche Abwechslung sorgen:

Hautpflege: Strategisch platzierte, geschälte Baumstämme zur Hautstimulation.

Schlammbäder: Ein spezielles Becken, das sich in eine Schlammsuhle verwandeln lässt.

Massage-Station: Ausgemusterte, schwere Transportbänder, die den Tieren als Massage-Elemente dienen.

Futter-Suche: Über die gesamte Anlage verteilte Verstecke animieren die Tiere dazu, aktiv für ihre Nahrung zu arbeiten.

 

Denkmalschutz-Optik mit Liebe zum Detail

 

Obwohl die Bauwerke brandneu sind, wirken sie, als wären sie bereits vor Jahrzehnten entstanden. Die Handwerker haben die neuen Mauern und Gebäude mit viel Liebe zum Detail an die bestehende Optik angeglichen. Die „künstliche Alterung“ sorgt dafür, dass die Erweiterung wie aus einem Guss mit dem historischen Ensemble des Dschungelpalastes wirkt.

 

Blick in die Zukunft

 

Während die Elefanten ihr neues Reich bereits erkunden, werfen die nächsten Projekte bereits ihre Schatten voraus. Die geplante Laufhalle soll das Angebot abrunden, um den Tieren auch bei widriger Witterung ausreichend Auslauf zu bieten und Besuchern auch im Winter tiefe Einblicke in das Leben der Herde zu ermöglichen. Wann die Bagger für diesen nächsten Abschnitt anrollen, bleibt angesichts der aktuellen Marktsituation im Baugewerbe abzuwarten – doch die Richtung ist klar: Der Dschungelpalast wächst weiter.

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